Beim Sparkassencup in Moers, einem wichtigen Qualifikationsturnier des Deutschen Fechterbundes, konnten unsere A-Jugend Mädels ihre ansteigende Formkurve unter Beweis stellen. Erstmals erreichte mit Emilia Keller eine Fechterin des Fechtclub Radebeul das Viertelfinale eines solchen Turniers.

Am Ende überwog zunächst etwas Enttäuschung über die verpasste Medaille. Die legte sich dann aber wieder, als klar wurde, was im Moers erstmals passiert war. Mit 12:13 hatte Emilia Keller ihr Viertelfinalgefecht gegen die Tauberbischofsheimerin Sophia Brunets hauchdünn verloren. Dabei war schon der Einzug in dieses Viertelfinale eine Premiere für den Fechtclub Radebeul. “So weit vorn waren wir bisher noch nie. Jetzt wissen wir, dass es möglich ist. Dies öffnet sicherlich Türen und motiviert die nachkommenden Fechter.” erklärt Trainer Robert Peche.

Von Anfang an hatte Emilia Keller deutlich gemacht, dass sie heute weit nach vorn will. In der Vorrunde musste sie zwar ein Gefecht abgeben, aber umso konzentrierter ging sie dann zur Sache. Im 128er schlug sie die Münchnerin Wicke und traf dann auf Renee Oymann aus Moers, gegen die sie in Jena zu Saisonbeginn verloren hatte. Diesmal war Emilia Keller gewarnt und brachte das Gefecht mit 13:11 nach Hause. im 32er Direktausscheid traf sie dann auf die Dürenerin Ricken, welche sie knapp mit 13:12 bezwingen konnte. Im Achtelfinale kam es dann zum vereinsinternen Duell mit Cora Schaller. Die hatte sich im 128er zunächst gegen Vereinskameradin Lina Wemme behauptet, dann die Weinheimerin Holland-Cunz besiegt. Im 32er lag sie gegen die Jenaerin Lena Hubold schon 8:12 zurück. Mit einer furiosen Aufholjagd gelang es Cora Schaller, das Gefecht zu drehen und dieses noch 15:14 zu gewinnen. Im Duell mit Emilia Keller unterlag sie dann mit 10:15. Nach dem knappen Aus im Viertelfinale, stand für Emilia Keller der 7.Platz in der Gesamtwertung, des mit 150 Fechterinnen stark besetzten Turniers. Für Cora Schaller wurde es Rang 16. Beide konnten damit ihre direkte Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im Mai in München festmachen.

Isabella Lindner, nach längerer Verletzungspause wieder fit, startete sehr unglücklich ins Turnier. Nur ein Sieg in der Vorrunde reichte knapp, um weiterzukommen. Wie ausgewechselt focht die Sportschülerin dann im Direktausscheid. Zunächst besiegte sie die Hanauerin Joha und auch die Düsseldorferin Bätz fegte sie mit 15:2 von der Bahn. Im 32er traf sie dann auf Angelina Krause aus Cottbus. Leider reichten hier die Kräfte noch nicht, die spätere Drittplatzierte zu besiegen. Rang 31 am Ende für Isabella Lindner, was ebenfalls reichte, sich direkt für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

Hannah Sibilla erreichte mit einer soliden Vorrunde und einem mutigen Sieg im 128er den 57.Platz “Hannah hat sich deutlich gesteigert, aber sie hat noch Luft nach oben. Für sie gilt es jetzt, sich über die Landesrangliste für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren und ihr fechterisches Können weiter auszubauen.” so Robert Peche nach dem Turnier.

Für unsere B-Jugendlichen Lina Wemme und Isabell Thierbach war durchaus etwas mehr drin. Beide fochten sich solide durch die Vorrunden, mussten aber einige unnötige Niederlagen einstecken. im 128er verloren dann beide ihr Gefecht und schieden aus.

Am Sonntag ging es bei den Junioren noch mal für Hannah Sibilla, Isabella Lindner, Emilia Keller und Cora Schaller auf die Bahn. Emilia Keller konnte direkt an ihr gutes Ergebnis vom Vortag anknüpfen. Sie gewann alle Vorrundengefechte und focht sich dann souverän ins Achtelfinale. Hier musste sie dann der Berlinerin Hannah Schnabel mit 10:15 den Vortritt lassen. Insgesamt der 11.Platz und damit auch die direkte Qualifikation für die Deutschen Juniorenmeisterschaften im April in Bonn. Cora Schaller focht sich ebenfalls beherzt ins 64er, wo sie Emma Geyer aus Hanau unterlag. Isabella Lindner und Hannah Sibilla mussten bei diesem Juniorenturnier im 128er die Segel streichen.

“Ein hervorragendes Wochenende für unseren Verein. Wir sind stolz auf die Ergebnisse und werden uns nun intensiv auf die Deutschen Meisterschaften vorbereiten.” so das Fazit von Trainer Robert Peche.

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