Am vergangenen Wochenende errang der Fechtclub Radebeul erstmals in seiner Vereinsgeschichte den traditionsreichen Königspokal in Halle (Saale). Radebeuler Sportlerinnen und Sportler starteten bei diesem jährlich stattfindenden wichtigen Ranglistenturnier in allen ausgetragenen Altersklassen – und überzeugten mit zahlreichen starken Leistungen.
Im Herrenflorett U13 vertraten Friedrich Beissert (13), Klaus Deckner (12), Paulo Goldenbogen (12), Nick Hohenstein (11), Maximilian Liedmeier (11) und Elias Menz (12) den FCR. Für Hohenstein und Menz endete der Wettkampf leider früh im ersten Direktausscheid.
Im DA der letzten 16 gewann Beissert gegen Liedmeier, Goldenbogen schlug Luis Ritscher (FC Schkeuditz) und Deckner siegte gegen Gero Büsch (FC Schkeuditz). Beim Turnier wurde mit Hoffnungslauf gefochten, Liedmeier hatte also noch ein Gefecht, welches er allerdings 8:10 gegen Ritscher verlor.
Beissert schlug im Viertelfinale seinen Vereinskollegen Goldenbogen 10:2, und Deckner gewann gegen Danny Rauh (FSC Jena) 10:4. Goldenbogen musste also noch einmal im Hoffnungslauf ran, wo er leider 6:10 gegen Jelle Frommold (Blau-Weiss Buchholz) verlor.
Im Halbfinale gab es wieder ein internes Duell, das Beissert 10:4 für sich entschied. Deckner musste also seine Bronzemedaille gegen Anton Zöbisch (Dresdner FC) verteidigen, was ihm nach einem spannenden Gefecht leider nicht gelang. Beissert hingegen gewann sein Finale 10:9 gegen Chu’a Fett (FZ Erfurt EnGarde). Am Ende stand mit Gold für Beissert und Platz 5 für Deckner dennoch ein starkes Ergebnis.
Im Damenflorett U15 starteten Mia Kühne (13) und Ella Seidel (13). Kühne hatte Schwierigkeiten in der Vorrunde und musste deshalb schon im 64er DA antreten. Dieses gewann sie 15:10 gegen Vanessa Heimfarth (TG Dörnigheim).
Im 32er DA wartete leider die auf 1 gesetzte Amelie Reck (SC Berlin) – die junge Radebeulerin verlor 1:15.
Seidel hatte nach einer soliden Runde ein Freilos im ersten DA und traf im 32er auf Ida Laudan (Blau-Weiss Buchholz). Leider verlor sie dieses Gefecht 5:15. Am Ende standen Platz 18 für Seidel und Platz 31 für Kühne zu Buche.
Bei den Herren der U17 traten Lorenzo Dehnert (14), Aatos Felgner (15), Finn-Pepe Hanitsch (15) und Ferdinand Zacharias (16) für den FCR an. Dehnert scheiterte leider schon im 32er DA, alle anderen schafften es ins Achtelfinale.
Felgner verlor dieses 10:15 gegen Lars Niedereichholz (Blau-Weiss Buchholz), und Zacharias verlor 11:15 gegen Tim John (Dresdner FC). Hanitsch schlug Theo Wunderlich (Dresdner FC) deutlich mit 15:2.
Felgner und Zacharias verloren leider auch im Hoffnungslauf. Im Viertelfinale gewann Hanitsch gegen Wolf Kamrath (Fechtcentrum Halle) 15:9.
Im Halbfinale verlor er leider 12:15 gegen John. In einem knappen Gefecht schaffte er es aber mit 15:14 gegen Niedereichholz seine Bronzemedaille zu verteidigen.
Die Ausscheide dreier weiterer Altersklassen fanden am Sonntag statt. Im Damenflorett U13 starteten Eloise Bach (12), Isabella Friede (11), Lene Göpfert (12), Beatrix Kovács (12), Clara-Lisa Müller (11) und Julia Schneider (11).
Schneider hatte Schwierigkeiten in der Vorrunde und verlor bereits ihren ersten Direktausscheid. Alle anderen schafften es unter die besten 16. Friede, Bach (die hier ihren ersten Wettkampf überhaupt hatte) und Müller verloren dieses leider.
Göpfert gewann 10:6 gegen Greta Högner (FC Leipzig), und Kovács gewann 10:3 gegen Erika Hettmer-Tillman (FC Schkeuditz).
Im ersten Hoffnungslauf gewann Friede gegen Högner 10:2, Bach gewann das interne Duell gegen Müller 10:3.
Im Viertelfinale gewann Göpfert knapp mit 7:6 gegen Leni Breitsprecher (FC Greifswald), und Kovács schlug Viktorie Tucková (Tschechien) 10:4.
Im zweiten Hoffnungslauf gewann Friede gegen Lieselotte Arloth (FSC Cottbus) 10:6, Bach verlor gegen Tucková 1:10.
Im dritten Hoffnungslauf verlor Friede gegen Frauke Manteufel (FC Schkeuditz) 3:10, dennoch war Platz 8 am Ende ein starkes Ergebnis für sie.
Im Halbfinale gewann Göpfert in einem starken Gefecht gegen Hannah Schmidt (Dresdner FC) mit 10:5. Kovács verlor gegen Lisa Schüssler (PSV Weimar) 4:10.
Im Gefecht um Platz 3 verlor sie leider denkbar knapp mit 9:10 gegen Manteufel, und Göpfert musste sich Schüssler 1:8 im Finale geschlagen geben. Dennoch ein starker 6. Platz für Kovács und eine hervorragende Silbermedaille für Göpfert.
Im Herrenflorett U15 starteten erneut Beissert und Dehnert sowie Moritz Kuschke (14), Anton Müller (13) und Edgar Räppgen (14).
Alle schafften es nach zwei Direktausscheiden unter die besten 16. Hier verlor Räppgen gegen Ferenc Bekendorf (FG Schwerin) 11:15. Dehnert gewann mit 15:6 gegen Nils Wolf (Fechtcentrum Halle), Müller mit 15:9 gegen Tom Hermes (TSV Winsen). Kuschke verlor das vereinsinterne Duell gegen Beissert 8:15.
Räppgen und Kuschke gewannen beide ihr erstes Hoffnungslaufgefecht. Im Viertelfinale verlor Dehnert knapp mit 13:15 gegen Ron Böhmer (Dresdner FC). Müller gewann 15:12 gegen Nick Trautmann (Fechtcentrum Halle), und Beissert schlug Tom Bogenschneider (TSV Winsen) 15:8.
Im zweiten Hoffnungslauf verlor Kuschke leider denkbar knapp 14:15 gegen Trautmann und Dehnert musste sich ebenfalls 14:15 Friedrich Lorenz (FSC Nordhausen) geschlagen geben.
Räppgen gewann 15:13 gegen Bogenschneider und auch den dritten Hoffnungslauf gegen Lorenz mit 15:10.
Im Halbfinale trafen Müller und Beissert aufeinander – dieses Duell entschied Müller 15:11 für sich.
Anschließend kämpften Beissert und Räppgen beide um Platz 3. Räppgen verlor 8:15 gegen Niedereichholz, trotzdem schlussendlich ein starker 6. Platz. Beissert gewann jedoch deutlich mit 15:4 gegen Trautmann und sicherte sich Bronze.
Im Finale verlor Müller leider 6:15 gegen Böhmer, durfte sich aber über eine Silbermedaille freuen.
Im Damenflorett U17 starteten Eva Grosche (14) und Jella von Koslowski (15). Beide Fechterinnen schafften es ins Achtelfinale.
Dort gewann von Koslowski 15:11 gegen Klara Kretzschmar (TV Markkleeberg). Grosche musste sich leider Lara Fabianke (Fechtcentrum Halle) 8:15 geschlagen geben. Ihren Hoffnungslauf verlor Grosche ebenfalls knapp gegen Sophie Piassek (FK Hannover) mit 12:13.
Im Gefecht der besten 8 verlor von Koslowski gegen Krystallenia Giannouli (Dresdner FC) 12:15. Ihre ersten beiden Hoffnungslaufgefechte gewann sie 15:9 gegen Tereza Pankova (Tschechien) und 15:10 gegen Gabriela Mudrochová (Tschechien).
Ihr Gefecht um Platz 3 verlor sie leider gegen Assol Chakyr (PSV Stuttgart) mit 11:15. Am Ende stand ein starker 5. Platz für die Radebeulerin.
Alle ausgetragenen Wettkämpfe des Wochenendes wurden schließlich in einer Gesamtwertung zusammengerechnet. Nach den vielen starken Ergebnissen stand am Ende der Fechtclub Radebeul an der Spitze und konnte sich erstmals den Königspokal sichern.
Den zweiten Platz belegte der Dresdner Fechtclub, Platz drei ging an das Fechtcentrum Halle.
Der Pokalsieg spiegelt die aktuell hervorragende Jugendarbeit des Fechtclub Radebeul wider – und gibt zusätzliche Motivation für die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften.