Mit Paris stand am vergangenen Wochenende ein für junge Fechter eher außergewöhnliches Reiseziel auf dem Programm. Friedrich Beissert (12), Isabella Friede (11) und Anton Müller (13) vertraten den Fechtclub Radebeul beim CEP-Marathon, der in diesem Jahr mehr als 600 Fechterinnen und Fechter der Altersklassen U14 und U17 aus aller Welt in die französische Hauptstadt lockte.
Die drei Radebeuler reisten gemeinsam mit ihren Familien und Coach Adrian Hoppe an, um sich der starken internationalen Konkurrenz zu stellen. Das Turniersystem bestand aus mehreren Vorrunden sowie aufeinanderfolgenden Direktausscheid-Tableaus und stellte damit hohe körperliche und mentale Anforderungen an alle Teilnehmenden.
Beissert und Müller mit starken Platzierungen bei den Jungen
Beissert und Müller starteten bei den Jungen der U14. Nach zwei erfolgreichen Vorrunden qualifizierten sich beide direkt für das Haupttableau am Sonntag. Nach einer weiteren Runde, die ebenfalls am Sonntag ausgetragen wurde, gingen sie auf den Setzplätzen 44 (Beissert) und 68 (Müller) in den Direktausscheid.
Für Beissert stand das erste K.o.-Gefecht unter unglücklichem Stern, er verlor denkbar knapp mit 9:10 gegen Simon Cousin (Frankreich). Am Ende belegte er Platz 65 – trotzdem ein gutes Ergebnis in einem Feld von 172 Startern.
Müller erwischte zunächst einen besseren Start und setzte sich klar mit 10:1 gegen Eliott Ponzio (Frankreich) durch. Im anschließenden 64er-Tableau traf er mit Turhan Dogu (Türkei) auf den an Position vier gesetzten Fechter und unterlag mit 3:10. Da beim CEP-Marathon ab dem 64er-Tableau mit einem Hoffnungslaufsystem gefochten wird, erhielt Müller jedoch eine zweite Chance. Er gewann sein erstes Gefecht im Hoffnungslauf knapp mit 8:7 gegen Joshua Lin (USA), musste sich anschließend aber Brayden Tang (USA) mit 2:10 geschlagen geben. Mit Platz 48 erreichte Müller dennoch ein sehr starkes Ergebnis in diesem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld.
Friede sammelt wertvolle internationale Erfahrung
Isabella Friede startete bei den Mädchen und hatte es besonders schwer. Mit nur elf Jahren gehörte sie zu den jüngsten Fechterinnen im U14-Feld und traf auf überwiegend ältere und erfahrenere Gegnerinnen. Trotz starker Gefechte verpasste sie die nächste Runde denkbar knapp um einen Platz und belegte am Ende Rang 136 von 158. Dennoch konnte auch sie wichtige internationale Erfahrung sammeln.
Sportliche Herausforderung und kulturelles Erlebnis
Neben dem sportlichen Wettkampf, der für alle Beteiligten Neuland war, bot die Reise auch die Gelegenheit, die französische Hauptstadt kennenzulernen. Die Gruppe besuchte unter anderem den Eiffelturm, den Arc de Triomphe und den Louvre. Damit wurde die Fahrt nach Paris zu einem Erlebnis, das den jungen Fechtern sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
„Der CEP-Marathon bot uns die Möglichkeit, früh zu sehen, wie sich unser Nachwuchs in internationaler Konkurrenz behauptet. So wissen wir nun noch genauer, woran wir individuell arbeiten müssen. Neben teils sehr intensiven sportlichen Erfahrungen hatten wir insgesamt eine großartige Zeit“, resümierte Adrian Hoppe.