10 Jahre Fechtclub Radebeul wird in diesem Jahr gefeiert. Pünktlich zum Jubiläum vervollständigt sich der Medaillensatz des Vereins um eine, noch nie dagewesene, Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften. Gewonnen hat sie Ruben Linder gemeinsam mit dem Team Sachsen bei den Deutschen U15 Meisterschaften in Moers. Das Team bestand aus den vier besten sächsischen Fechtern dieser Altersklasse, nämlich Tilman Ebert aus Markleeberg, Yannik Stein aus Oelsnitz, Julien Wolf aus Dresden und Ruben Lindner aus Radebeul. Gemeinsam schafften sie es zunächst souverän in die Runde der letzten vier Verbandsteams. Im Halbfinale stand das Team Nordrhein auf der Gegenseite. Die Mannschaft bestand nur aus Fechtern des FC Moers, die mit Heimvorteil im Rücken, lange gegenhalten konnten, aber am Ende doch mit 45:39 besiegt wurden. Im Finale stand das Team von Baden-Nord mit dem Deutschen Meister Julius Höfler aus Weinheim, sowie drei Fechtern vom Stützpunkt in Tauberbischofsheim auf der anderen Seite der Planche. Konzentriert und fechterisch stark gingen unsere Jungs ins Gefecht. Von Anfang an sicherten sie sich eine Führung und konnten diese bis zum 45:34 Siegtreffer zum Titelgewinn verteidigen. “Nach Bronze und Silber in den Vorjahren, nun Gold. Die fehlte uns noch. Wir sind stolz auf Ruben und freuen uns, dass die sächsischen Teams und seine Trainer so gut zusammengehalten und gekämpft haben.” freut sich Trainer Robert Peche.

Am Vortag war Ruben Lindner als Achter knapp an der Medaille vorbeigeschrammt. Es ging schon nicht optimal los, weil ein Fechter aus Lindners Runde trotz Meldung nicht zum Turnier antrat. Dann noch eine knappe Niederlage in der ersten Runde und ab da war schon jedes Gefecht ein Kampf. Diesen nahm er auch an und kämpfte sich durch die zweite Runde und dann auf direktem Wege ins Viertelfinale. Beim Einzug dahin schlug er den Münchner Niklas Diestelkamp klar mit 10:6. Nach dem Hoffnungslauf kam es dann zur Neuauflage dieses Gefechts im Viertelfinale. Lindner startete zu offensiv in diesen Kampf und gab Diestelkamp so die Chance zum Kontern.  Schnell ging der Münchner hoch in Führung, doch Lindner kämpfte sich noch mal auf 6:8 heran. Doch der Gegner nutzte seinen Vorsprung und bracht das Gefecht dann mit 10:7 nach Hause. “Ruben hat gezeigt, dass er zu den besten Fechtern seines Jahrgangs gehört. Im entscheidenden Moment war der Münchner diesmal stärker und dann ist die Medaille weg. So ist Fechten.” haderte Robert Peche mit dem Ergebnis. Deutscher Meister wurde am Ende Vorjahressieger Nils Hoffmann aus Dörnigheim.

Aber auch die anderen Radebeuler Fechter zeigten sich in Topform. Martha Benedix, als Nachrückerin noch ins Teilnehmerfeld gerutscht, belegte einen starken 12. Platz im Jahrgang 2006. Sportschülerin Marie Perl steigerte sich zum Vorjahr auf den 15. Rang im Jahrgang 2005. Beide überstanden die schwierigen Vorrunden und konnten auch im 32er Tableau noch bis in die Top 16 vordringen. Durch ihre guten Leistungen rutschten beide Mädels ins Team Sachsen 1 mit Ella Gamke aus Markleeberg und Merle Rosenstengel aus Weißwasser. Gemeinsam fochten sie sich mit einem 44:43 Zittersieg gegen das Team aus dem Saarland ins Viertelfinale, wo sie gegen die späteren Meisterinnen aus Hessen verloren. Am Ende der 7.Platz für unsere Mädels vom Team Sachsen I.

Felix Schreiber verpasste den Sprung ins Achtelfinale knapp, wurde am Ende 20. Im Team Sachsen II belegte Felix am zweiten Tag einen starken 6.Platz. “Dies sind tolle Ergebnisse für unseren Verein, auch wenn eine Einzelmedaille schön gewesen wäre. Es gilt weiter intensiv mit diesen Fechtern zu trainieren, dann kann man im nächsten Jahr sicherlich noch weiter vorn landen.” so die Bilanz des Trainers.

Weitere Ergebnisse: Amelie Läuter 38. Platz, Paul Tippmer 49. Platz, Raphael Gierig 51. Platz

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