Erlebnisberichte zum 2. Radebeuler Fechtcup



Heiko Juwig - Leipzig
Glückwunsch Euch zu diesem Turnier und der Idee, die Finale in Radebeul auf der Hochbahn zu machen. Ich habe mir mal während der Gefechte die Zuschauer angesehen und war beeindruckt, wie diese denen gefolgt sind. Ein toller Erfolg für den Fechtclub.

Jens-Uwe Vogel - Dresden ‎
1.000 Dank an Robert und Enrico, die das alles auf die Beine gestellt haben, an Tina, Hubert Peche, unsere Übungsleiter und alle anderen, die mitgeholfen haben. Als Außenstehender bemerkt man kaum, was da alles dahintersteckt und wie viel Unmengen Stunden aus purem Idealismus hier investiert wurden. D A N K E !!!

Cornelia Haertelt - Dresden
Danke, Danke, Danke!!! ... auch von mir ... ich kann mich meinen "Vorrednern ;-)" nur anschließen! War ein super Wochenende!

Sascha Reimer - Dresden

DANKE AN ALLE!!! Besonders an Tina, Robert und Enrico+Frau.

Ramon Bernert - Leipzig
So sieht moderne Werbung für den Fechtsport aus! Respekt!

Katja Schilling - Dresden
Nach der 1. Runde wollte Juli alles hinschmeißen, mit der 2. hat er aber "Fieber" bekommen und will nun alles dran setzen, 2 Mal in der Woche zum Training zu kommen :)

Frank Rahde - Dresden
Turnierfechten macht besonders Spaß, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Ich hatte am sonnenreichen Sonntag am Degenwettkampf der Aktiven teilgenommen und eben dieses Glück! Ich fand eine gut gefüllte, moderne, sauber gelüftete Sporthalle vor, mit passabler Ausleuchtung, vielen ausgerollten Fechtbahnen und feiner Anzeigetechnik. Ich startete für den Gastgeberverein FC Radebeul, der im Degen allein bei den Erwachsenen neun Männer und fünf Frauen aufbot. So gab es in meinen Gefechten neben den zuschauenden Eltern einiger Kinder auch VereinskameradInnen, die mich anfeuerten oder mir Ratschläge zuriefen. Die Ansetzungen wurden zuverlässig per Software ermittelt und die Ergebnisse per Monitor veröffentlicht. Die ehrenamtliche Bewirtung half mir über den langen Wettkampftag, der von 10 bis 16 Uhr für mich ging. Was will man mehr?!

Zum Turniergeschehen aus meiner Sicht: Ich hatte wie alle anderen 29 Degenfechter zwei Vorrunden zu absolvieren, die später über den Rang bei der Auslosung der Paarungen im Direktausscheid entscheiden sollten. Es waren einige starke Fechter aus zehn Vereinen und mehreren Nationen am Start, obwohl die beiden gemeldeten Tschechen leider letztlich nicht den Weg nach Radebeul fanden. Ich holte zweimal den zweiten Platz in meinen Vorgruppen, indem ich insg. acht von zehn Gefechten gewann. Damit kam ich unter die sechs Bestplatzierten der Vorrunde und durfte auf einen vermeintlich leichten Gegner hoffen, während die ersten Drei sogar ein Freilos erhielten. Doch weit gefehlt: mein Vereinskamerad Ulf Lenk machte mir das Leben schwer und brachte mich an den Rand einer Niederlage. Ich weiß nicht genau, wie ich den Rückstand von 12:14 noch zu einem 15:14 umbiegen konnte. Ich hatte innerlich mit mir heftig gesprochen und mich selbst angefleht, besser zu fechten. In der folgenden Runde der besten 16 musste ich gegen Sören Schusser, einen Trainingskameraden, antreten. Auch er erzielte zwischenzeitlich gegen mich eine leichte Führung und ich musste mich steigern, um das Gefecht an mich zu ziehen. Mit diesen beiden Siegen war mir die zweifelhafte Ehre zuteil geworden, meine eigenen Leute „auszuschalten“, was natürlich die Chance verringerte, einen Radebeuler ins Finale zu hieven. Gern hätte ich gegen Vertreter anderer Vereine gefochten und somit das spätere vereinsinterne Finale zweier Berliner vereitelt. Jedenfalls erreichte ich das Viertelfinale mit etwas Glück und musste mich dort dann mit Rainer Fehse einem Besseren geschlagen geben. Schon in der ersten Vorrunde hatte ich gegen den Leipziger mit 0:5 durch präzise Handtreffer verloren und hoffte, nicht so früh erneut auf ihn zu treffen. Diesmal fiel mein Gefecht mit 8:15 etwas weniger peinlich für mich aus, denn ich hatte versucht, aus den Fehlern zu lernen. Ich focht mit gesenkter Waffe, was den Weg der gegnerischen Klinge zu meiner Hand verlängerte, und ich verhielt mich aggressiver. Schlussendlich kam ich auf einen sechsten Platz und erzielte mein bisher bestes Turnierergebnis. Damit konnte ich mich zumindest als besten Degenfechter von Radebeul bei den Erwachsenen schimpfen (neben Sascha Reimer auf Platz 7). Das Beste dabei ist, ich starb natürlich weder an den vielen eingefangenen Hieb- und Stichverletzungen noch war ich traurig über das späte Ausscheiden.

Ich darf ohne Übertreibung sagen: Mir hat die Teilnahme am Turnier sehr gefallen. Einiges bleibt mir in guter Erinnerung: Es gab internationale Beteiligung durch Fechter der TU Dresden (Frankreich und Russland). Kinder durften mit Unterstützung eines Erwachsenen die Rolle des Schiedsrichters ausüben und machten ihre Sache gut. Ich konnte Speisen und Getränke zu moderaten Preisen erstehen. Es gab zum Glück nur zwei Leichtverletzte, die von „unserer“ Ärztin Beatrice Canard (sie hatte extra ihre Schicht getauscht) schnell betreut wurden und die dann auch weiterfechten konnten. Bis auf eine unrühmliche Ausnahme, bei der ein teilnehmender Sohn ausfällig zu seinen mahnenden Eltern/Betreuern wurde, erlebte ich durchweg faire Gefechte. Die Finals wurden von den Gästen auf dem „Anger“ in Altkötzschenbroda gut besucht und beklatscht und ein Kamerateam war vor Ort.

Die Organisation des Turnierwochenendes war sichtlich ein Kraftakt, der viele helfende Hände und Sponsoren benötigte. Die Fechtpässe mussten bearbeitet werden, Fechtanlagen mussten bereitstehen, das Ausleihen von Fechtanzügen und Waffen musste gewährleistet sein, die Tonanlage hatte zu funktionieren, die Hochbahn war aufzubauen, der Wettkampfablauf war zu moderieren, die Auslosungen mussten regelmäßig durchgeführt werden, medizinische Hilfe hatte parat zu stehen, die Siegerehrungen waren vorzubereiten usw. Als es kurz schien, als würden die Finalgefechte auf der Hochbahn am Anger nicht ausgetragen werden können, mangels Stromspende, wurde kurzerhand ein Notstromaggregat organisiert. Wow. Die Turnierorganisatoren unter Leitung der Familien Peche und Borowiak haben sich im Vergleich zum vorjährigen 1. Radebeuler Fechtcup gesteigert (längeres, größeres Turnier) und neue Rekorde (mehr Teilnehmer) aufgestellt. Meinen Glückwunsch und meinen Dank ihnen allen!