Tina Weckschmied wird Ostsachsenmeisterin im Damendegen



In Bautzen fanden am Samstag die Mitteleuropäischen Meisterschaften der Kadetten im Degen statt. Zeitgleich fochten die Aktiven um den Titel des Ostsachsenmeisters.

Im Damendegen konnte der Fechtclub Radebeul gleich mehrere Medaillen mit nach Hause nehmen. Ostsachsenmeisterin wurde die erstmals für Radebeul startende Fechterin Tina Weckschmied. Ende des letzten Jahres hatte die junge Dresdnerin ihr Startrecht vom Dresdner Fechtclub auf den Fechtclub Radebeul übertragen lassen. "Ich fahre mit den jungen Fechtern zu Wettkämpfen, trainiere in Radebeul, folglich wollte ich auch für Radebeul starten." sagte die Neu-Radebeulerin zum Wechsel. In Bautzen erreichte sie nach zwei Vorrunden das Viertelfinale. Mit einem klaren Sieg über die Tschechin Havlickova kam sie ohne Probleme ins Halbfinale und schaltete hier die Saalfelderin Fiona Sommer aus. Im Finale bot ihr dann Alice Lencova von Dukla Prag lange erfolgreich Paroli. Erst im letzten Teil des Gefechts konnte Weckschmied den Sieg mit 15:12 für sich festmachen.

Zwei Bronzemedaillen gab es im Damendegen des Jahrgangs 1997 für Jasmin Klimke und Laura Sperling. Nach zwei durchwachsenen Vorrunden musste Jasmin Klimke im Viertelfinale gegen Josefine Dutschke aus Weißwasser antreten. Nachdem das Gefecht lange ausgeglichen war, konnte sich Klimke am Ende mit 10:7 durchsetzen. Ihr anschließendes Halbfinale gegen die spätere Siegerin Laura Nemitz musst sie mit aber 6:10 verloren geben. Ähnlich erging es Laura Sperling. Sie erreichte über solide Vorrunden das Halbfinale, wo sie gegen die Bautznerin Frederike Prengel fechten musste. Zu spät fand Sperling sich in dieses Gefecht und verlor mit 7:10. Über die zwei Bronzemedaillen freuten sich die beiden jungen Damen trotzdem, ist es doch noch immer ihre erste Wettkampfsaison.

Einen Podestplatz verpasste Josana Vogel im Jahrgang 98. Sie qualifizierte sich für das Viertelfinale, musste hier aber gegen die Bautznerin Kuhnert eine Niederlage hinnehmen und wurde insgesamt Sechste.

Bei den Herren der B-Jugend kämpften sich Benjamin Scharschuh und Fabian Kühne ins Viertelfinale. Leider reichtes es für beide noch nicht, um gegen die Konkurrenz aus Tschechien zu bestehen. Beide verloren ihr Gefecht gegen Sportler aus Liberec und Prag. Am Ende stand Platz Fünf für Kühne und Platz Sechs für Scharschuh. Trotzdem sammelten die beiden weitere Erfahrung und überzeugten mit teilweise gut geführten Gefechten. Florian Pusch verpasste den Finaleinzug und wurde Neunter.

Nichts zu lachen hatten die A-Jugendlichen Lukas und Moritz Gerull, sowie Lennart Fiedler aus Radebeul. Gegen die etablierte Konkurrenz verbuchten die drei Einsteiger in der Vorrunde einige Achtungserfolge und auch einige knappe Niederlagen. "Die Jungs haben mir fechterisch gut gefallen, haben sich an vielen stellen taktisch gut verhalten, so kann es weitergehen." so das Fazit des Trainers Robert Peche. Im 32er Direktausscheid mussten die jungen Fechter dann allesamt die Segel streichen.

Auch den mitgereisten Aktiven des Fechtclub Radebeul erging es nicht anders. Frank Rahde hatte sich nach 25 Jahren aufgemacht sein erstes Turnier im Degen zu fechten, für Sascha Reimer war es überhaupt das erste Turnier und Jens-Uwe Vogel gehört nach einem Jahr Wettkampferfahrung schon zu den "alten Hasen". In den Vorrunden mussten sich alle Drei an die harte Gangart der Fechter aus Polen, Tschechien und der Ukraine gewöhnen. Insgesamt mussten alle aber mehr Niederlagen als Siege verbuchen. Dies rächte sich dann in der Setzung für den 32er Direktausscheid. Alle Radebeuler verloren ihr DA-Gefecht mehr oder weniger deutlich. Insgesamt zeigte der Ausflug, dass man auch im Aktivenbereich noch viel Training vor sich hat, um bei den regionalen Turnieren erfolgreich zu sein.

Viel besser erging es auch dem Trainer Robert Peche nicht. Er qualifizierte sich zunächst als Neunter für den 32er Direktausscheid und besiegte hier den Tscheschen Jiri Plasil deutlich mit 15:5. Im anschließenden Gefecht gegen Alexander Brunne aus Weißwasser machten sich aber die eigenen Trainingsdefizite bemerkbar und Peche verpasste nach der Niederlage den Einzug ins Viertelfinale. "Das Turnier war wirklich stark besetzt und schon die Vorrunden haben viel Kraft gekostet. Dann merkst du spätestens im DA, dass du als Trainer zu wenig Zeit für das eigene Training hast." so Peche nach der Niederlage. "Aber ich nehme das in Kauf, die Erfolge unserer jungen Sportler sind mir da schon wichtiger." meinte der Trainer weiter.

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