Erfolge in Weimar und Schkeuditz



Zwei große Turniere die parallel an verschiedenen Orten stattfinden, stellen die Logistik eines kleinen Vereins oftmals vor große Herausforderungen. So gelang es erst im letzten Moment noch, Trainerin Gudrun Wolf für den Youngstercup (Salve Cup) der Schüler in Weimar zu gewinnen, während die Trainer Hubert und Robert Peche in Schkeuditz beim Flughafenturnier als Kampfrichter eingesetzt waren, bevor es am Sonntag ebenfalls nach Weimar zum B-Jugendturnier ging. Das Fazit nach den beiden Tagen kann aber durchaus als grandios bezeichnet werden, denn es gab bei beiden Turnieren Erfolge zu feiern.

Beim Flughafenturnier in Schkeuditz ging es neben Medaillen, vor allem um die Qualifikation für die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften der A-und B-Jugend. Im Herrenflorett gelang Hannes Nowak als Sechster zwar nicht der Sprung aufs Treppchen, aber in der Rangliste machte er Punkte gut und sicherte sich so die direkte DM Qualifikation für München nächste Woche. Den dritten Startplatz hinter dem Dresdner Lenk und Hannes Nowak ging an Gregor Schmitz-Hübsch. Er holte sich den 9.Platz beim Flughafenturnier und profitierte von den Schwächen seiner Konkurrenten. Tilman Brosche hatte eigentlich die besten Karten sich direkt zu qualifizieren, zeigte aber im 64er Direktausscheid Nerven und muss nun als erster Nachrücker auf einen Startplatz in München hoffen.

Im Damenflorett waren Cora Schaller, Isabella Lindner und Emilia Keller direkt über die Bundesrangliste für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Im Turnier zeigten alle Drei sehr gute Gefechte. Cora Schaller konnte sich am stärksten präsentieren und gewann die Bronzemedaille hinter der Berlinerin Charlotta Morandi und der Polin Magdalena Lawska. Emilia Keller musste sich im Viertelfinale denkbar knapp mit 12:13 Lena Hubold vom FSC Jena beugen und belegte den 6.Rang. Isabella Lindner und Lina Wemme schieden knapp im Achtelfinale aus, wobei dies auch für Lina ausreichte, sich als B-Jugendliche für die Deutschen A-Jugendmeisterschaften zu qualifizieren. In der Vereinswertung belegte der Fechtclub Radebeul den 3.Platz hinter dem SC Berlin und den Fechtern aus Wroclaw.

"Jetzt heißt es die Spannung halten und die guten Ergebnisse als Motivation für die Deutschen Meisterschaften einzusetzen. Wir fahren jetzt mit sieben Fechtern zu den Deutschen Meisterschaften, dies ist schon mal ein toller Erfolg." so Trainer Hubert Peche.

In Weimar fand erstmals ein Youngstercup in Thüringen statt und besonders am Samstag war die Halle wirklich gut gefüllt mit vielen Fechtern aus ganz Deutschland, Polen und Lettland. In diesem Feld machten unser Schüler eine gute Figur. Der 12-jährige Felix Schreiber konnte sich mit tollen Aktionen bis ins Halbfinale fechten. Gegen Dauergewinner Linus Schulz gelangen ihm zwar sechs Treffer, aber zum Sieg reichte es noch nicht. Bronze für Felix Schreiber. "Felix hat einen großen Sprung gemacht und beginnt das Fechten immer besser zu verstehen. Ich hoffe der Erfolg beflügelt ihn, sich weiter um Fortschritte zu bemühen. Dann sehe ich eine glänzende Zukunft für den Jungen." freute sich Trainerin Gudrun Wolf. Ebenfalls überzeugend die Ergebnisse von Dominique Hauke und Michael Bergert, die sich als 2007er bis ins Achtelfinale fechten konnten. Raphael Gierig focht eine solide Vorrunde und musste sich leider schon im 32er KO dem späteren Zweitplatzierten Polotzek aus Moers knapp mit 8:9 geschlagen geben. Paul Tippmer strauchelte an gleicher Stelle.

Im Damenflorett ließ Martha Benedix in der Vorrunde einige Punkte liegen. Sie verlor dann leider schon im Achtelfinale gegen die spätere Siegerin Lina Hoffmann aus Weimar und belegte den 16.Platz.

Am Sonntag ging dann die B-Jugend in Weimar beim Youngstercup an den Start. Es sollte ein Art letzter Test vor den Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Baden-Baden sein. Dabei konnten sich alle unsere Fechter formverbessert und auch fechterisch solider präsentieren. Für die meisten gab es einen Platz im Mittelfeld des Turniers. Mit Ruben Lindner und Lina Wemme drangen aber zwei unserer Fechter zunächst unter die besten Acht vor. Dann zündeten beide ein fechterisches Feuerwerk, von dem man nur hoffen kann, dass es auch in zwei Wochen so funkt. Mit richtig starken Aktionen fochten sich beide auf das höchste Treppchen auf dem Siegerpodest und holten sich den Salve Cup in der B-Jugend. Lina Wemme bezwang im Finale Antonia Finkenstädt vom FC Grunewald und Ruben Lindner gelang der Sieg gegen Kjell Puhlmann vom SC Berlin. "Wahnsinn. Einen solchen Doppelsieg hat man nicht alle Tage. Auch fechterisch haben beide überzeugt und die Taktik sehr gut umgesetzt." bilanziert Hubert Peche das gute Abschneiden im Weimar.