Wichtelturnier in Schkeuditz



Mit der bis dato größten Abordnung nahmen die Florettschüler des Fechtclub Radebeul am Sonntag beim internationalen Wichtelturnier in Schkeuditz teil. Gleich acht junge Radebeuler Talente kämpften bei diesem, mit Sportlern aus Polen, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen stark besetzten Turnier, um wichtige Ranglistenpunkte. "Aufgabe unserer Fechter ist es heute ihr Bestes zu geben und sich hier durchzukämpfen." so Trainer Robert Peche vor Turnierbeginn.

Überzeugend löste Arwen Borowiak im Jahrgang 2001/2002 diese Aufgabe. Souverän, mit nur einer Niederlage in den Runden, erreichte er nach drei Vorrunden das Finale der besten Acht. Hier traf er auf einen starken Fechter aus Wroclaw, dem er fechterisch noch nicht gewachsen war. Trotz der Niederlage konnte sich der "Kleine Borowiak" über den fünften Platz riesig freuen. Erstmals gelang es ihm, ein besseres Ergebnis als sein Bruder Merlin einzufahren. Der 99er Fechter des Dresdner FC schied leider überraschend in der dritten Runde aus. Die Radebeuler Fechter Tilman Brosche und Sebastian Kobel überzeugten ebenfalls, wuchsen in den Vorrunden über sich hinaus. Beide erreichten die dritte Runde, verabschiedeten sich aber knapp vor dem Finale. Platz 10 für Tilman und Platz 15 für Sebastian waren aller Ehren wert.

Ebenfalls ins Finale des Jahrgangs 2001/2002 schaffte es Emilia Keller. Bei ihrem ersten Einzelwettkampf erkämpfte die junge Linkshänderin sich mit zwei Vorrundensiegen einen Platz im Finaltableau. Gegen die Thüringerin Freye zog sie zwar den Kürzeren, aber tankte viel Selbstbewusstsein für kommende Turniere. Vereinskameradin Leona Vogel schied als Neunte kurz vor dem Finale aus.

Im Damenflorett der Jahrgänge 1999/2000 erwarten Franka Zoitke und Luise Escher ein scharfer Gegenwind. Die beiden Radebeulerinnen mussten gegen starke etablierte Konkurrenz bestehen. Franka focht eine gute Vorrunde und holte sich zwei Siege. Für Luise gab es im letzten Gefecht dann endlich den erhofften und verdienten Sieg. Der brachte Luise, von allen nur "Lulu" genannt, das Glück eines Stichkampfes um den Einzug in die zweite Runde ein. Bei ihrem ersten Einzelturnier behielt "Lulu" die Nerven, gewann mit 5:2 und zog mit Freundin Franka in die zweite Runde ein. Die Beiden kämpften, konnten aber in dieser Runde keine Siege mehr erkämpfen. Am Ende teilten sich beide den 27.Platz. "Die Zwei haben wirklich sehr sauber gefochten, haben alles im Training erlernte versucht umzusetzen. Wenn sie weiter an sich arbeiten, werden sich Erfolge bald einstellen." so das Fazit der mitgereisten Trainer Robert und Hubert Peche.

Die Ergebnisse im Überblick:

5. Platz Arwen Borowiak (2002)
8. Platz Emilia Keller (2001)
9. Platz Leona Vogel (2002)
10. Platz Tilmann Brosche (2002)
15. Platz Sebastian Kobel (2002)
27. Platz Franka Zoitke (2000)
27. Platz Luise Escher (2000)
53. Platz Richard Kaiser (1999)

Und hier ein paar Impressionen