DM Bronze für Cora Schaller



Die Deutschen B-Jugendmeisterschaften stellen immer so etwas wie den Saisonhöhepunkt für die Radebeuler Fechter dar. Gleich acht Radebeuler Fechter hatten sich für diese Meisterschaften qualifiziert. In den letzten beiden Jahren kehrten die jungen Talente stets mit Edelmetall von diesem Meisterschaften zurück. In diesem Jahr ging es, begleitet von den Trainern Gudrun Wolf, Hubert und Robert Peche, nach Halle/Saale und auch hier kehrte der Verein nicht mit leeren Händen zurück.

Im Einzelwettbewerb am Samstag war es die Radebeulerin Cora Elisabeth Schaller, die sich für ihr intensives und diszipliniertes Training mit einer Bronzemedaille belohnte. Die Vorrunden überstand Cora mit nur einer Niederlage gegen die Cottbuserin Angelina Noelle-Krause. Im Direktausscheid überwand Cora zunächst ihre Gegnerin Maysami (Stuttgart) und Balle (Halle) mit klaren Siegen. Der direkte Finaleinzug blieb ihr dann allerdings verwehrt. Gegen die Bielefelderin Katkkay, Vizemeisterin des Vorjahres, verlor Schaller und musste in den Hoffnungslauf. Hier wartete mit Anna Zoni aus Tauberbischofsheim eine gebürtige Italienerin, die inzwischen für Deutschland startet. Gegen jene Anna Zoni hatte Cora Schaller im Februar beim Taubertalcup mit 8:10 verloren. Diesmal drehte die junge Sportschülerin den Spieß um und focht sich mit einem 10:8 Sieg ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften. Hier wartete mit Angelina Noelle-Krause eben jene Fechterin, die Schaller die bisher einzige (Vorrunden-)Niederlage des Tages beschert hatte. Der Kampf um die Medaille blieb lange offen, doch dann konnte sich die Radebeulerin einen kleinen Vorsprung herausfechten und sich mit einem 10:7 Sieg ins Halbfinale fechten. Hier stand sie der Weinheimerin Celia Hohenadel gegenüber. Schnell ging Hohenadel mit 5:1 in Führung. Nach einer Aufholjagd stand es 6:6, doch dies hatte Kraft gekostet und so war es Hohenadel, die sich mit 10:7 ins Finale focht. Doch schnell überwog die Freude über ihre erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften bei Cora Schaller. "Diese Bronzemedaille hat sich Cora verdient. Sie trainiert immer sehr fleißig und hat heute sehr diszipliniert gefochten. Dies musste sich einmal auszahlen" so ihr Trainer Robert Peche. Deutsche Meisterin wurde Anna-Sophie Kothieringer aus München.

Unsere drei Sportschülerinnen der 7.Klasse Hannah Sibilla, Lina Wemme und Isabel Thierbach fochten ebenfalls ein sehr gutes Turnier. Hannah Sibilla zeigte sich in sehr guter Form und belegte Ende den18.Rang. Mit 8:10 verlor sie im Hoffnungslauf das entscheidende Gefecht gegen Alina Ruster aus Korb. "Es war schade, dass Hannah gerade in diesem Kampf etwas neben der Spur war. Das Gefecht war lösbar, sie führte bereits und konnte dann den Lauf der Gegnerin nicht stoppen.“ so das Fazit der Trainer. Lina Wemme verletzte sich leider bereits in der Vorrunde am Oberschenkel, konnte aber weiterfechten. Dabei gelang es ihr bis ins 16er KO vorzudringen, wo gegen die später Drittplatzierte Holland-Cunz leider Endstation war. "Mit dem 16.Platz kann man unter den gegebenen Umständen zufrieden sein. Lina hat sich damit in den D-Kader für die nächste Saison gefochten." freut sich Trainer Peche. Isabell Thierbach konnte sich im Jahrgang 2004 auf einen hervorragenden 21. Platz fechten.

Im Herrenflorett des Jahrgangs 2003 wollte Patrick Wolf seinen Vizemeistertitel aus dem letzten Jahr, mit einem guten Ergebnis bestätigen. Für eine Medaille reichte es diesmal nicht ganz. Im Viertelfinale unterlag Wolf dem späteren Zweitplatzierten Philipp Sembach aus Weinheim. Deutscher Meister wurde wieder Leander Helm aus Berlin. Gregor Schmitz-Hübsch vom Fechtclub Radebeul verpasste den Einzug ins Achtelfinale denkbar knapp. 8:9 verlor er gegen den Berliner Hannes Nerling und landete auf dem 18.Platz. Im Jahrgang 2004 erreichte Anthony Hanawa einen starken 28.Rang. Paul Mauksch belegte Rang 40.

Am Sonntag ging es dann im Länderpokal um die Mannschaftstitel. Jeweils drei bis vier Fechter aus einem Bundesland bilden hier ein Team. Im Damenflorett bestand das Team aus den Radebeulerinnen Cora Schaller, Hannah Sibilla und Ersatzfechterin Lina Wemme. Ergänzt wurde die Mannschaft von der Dresdnerin Marie Gröblehner. Gemeinsam holten sich die vier Damen zunächst drei Siege in der Vorrunde gegen Württemberg, Nordrhein III und Westfalen III. Im Achtelfinale wurde dann das Team aus Sachsen-Anhalt deutlich mit 45:22 geschlagen. Im Viertelfinale gegen Westfalen I fehlten beim 40:45 nur fünf Treffer zum Einzug ins Halbfinale. Am Ende der 5.Platz für die Mädchen aus Sachsen.

Im Herrenflorett fochten Gregor Schmitz-Hübsch und Patrick Wolf mit den Schkeuditzern Moritz Faßmann und Arved Häßler gemeinsam im Team Sachsen. In der Vorrunde mit Freilos versehen, wurde im Achtelfinale das Team aus Thüringen besiegt. Im Viertelfinale gelang dann ein deutlicher Sieg gegen Westfalenn II. Im Halbfinale wartete dann mit Westfalen I ein starker Gegner. Leider fanden die vier Sachsen nicht so wirklich ins Gefecht und verloren den Kampf um den Finaleinzug. Nun ging es im kleinen Finale gegen Berlin um Bronze oder den undankbaren 4.Platz. Es wurde ein absoluter Fechtkrimi. Berlin ging früh in Führung, aber dann fochten sich die vier sächsischen Jungs wieder heran und führten vor dem entscheidenden Gefecht mit 40:31. Hier stand Gregor Schmitz-Hübsch dem Deutschen Meister Leander Helm gegenüber. Die Aufgabe schien den jungen Fechter zunächst zu überfordern, den Helm machte Treffer um Treffer. Dem Berliner lief aber die Zeit davon und er musste das Risiko erhöhen. Hier kassierte auch er Treffer, kam aber trotzdem bis zum 42:43 heran. Eine rote Karte für Helm brachte Schmitz-Hübsch dann wieder zwei Treffer Vorsprung. Mit einem Einzeltreffer machte er dann endlich den verdienten 45:43 Sieg klar. Bronze für das Team Sachsen und damit Bronze für Gregor Schmitz-Hübsch und Patrick Wolf vom Fechtclub Radebeul. Deutscher Mannschaftsmeister im Damen-und Herrenflorett wurden jeweils die Teams aus Baden-Nord mit den Fechtern aus Tauberbischofsheim und Weinheim.

“Wahnsinn. Wieder zwei Medaillen für unseren Verein. Dies bestätigt die vielen Trainingsstunden und unser Konzept in der Nachwuchsentwicklung. Ich danke vor allem meinen Trainern und Übungsleitern, ohne deren Hilfe an Leistungssport im Fechtclub Radebeul gar nicht zu denken wäre. Nur dadurch, dass diese Trainer den Verein unterstützen, können wir uns intensiver um diejenigen Fechter kümmern, die bereit sind Leistung zu erbringen. Ebenfalls danken möchte ich meiner Frau, denn ohne deren Unterstützung wäre ebenfalls kein Leistungssport in Radebeul möglich. Schlußendlich möchte ich auch allen Sponsoren und Unterstützern aus der Mitgliederschaft und Elternschaft danken, denn auch ohne deren Engagement, wäre vieles nicht so möglich, wie es ist. Jetzt freuen wir uns auf die Sommerpause und dann muss man sehen, ob wir weiterhin in der Lage sind die Aufgabe Leistungssport zu bewältigen.“ so das Fazit des Trainers Robert Peche.