Gold für Julien und Bronze für Ruben



Beim Youngstercup im polnischen Leszno konnte sich Julien Wolf den Sieg im Jahrgang 2005/2006 sichern. Sein Vereinskamerad Ruben Linder gewann Bronze. Beide kämpfen um das gelbe Siegertrikot des Gesamtsiegers.

Der Younstercup gehört zur größten und erfolgreichsten Turnierserie für Nachwuchsfechter in Deutschland und darüber hinaus. Denn in der Gesamtrangliste stehen Fechter unabhängig ihrer nationalen Herkunft. Vor allem in Deutschland und Polen ist die Serie beliebt. So wundert es nicht, dass in vielen Jahrgängen ein harter Kampf, um das gelbe Trikot herrscht. Dieses "Leadershirt" erhält der jeweils führende der Serienwertung. Am 10.06., beim Finale in Wildau, geht es dann um das heiß begehrte "Winnershirt", also des Gesamtsiegers der Serie. Einige Fechter vom Fechtclub Radebeul können sich noch Chancen ausrechnen. Allen voran Julien Wolf und Ruben Lindner, die mit dem Berliner Jonathan Pfeiffer und dem Polen Jan Nowak, um den Gesamtsieg kämpfen.

Unser Team v.l.n.r. Raphael, Anthony, Ruben und Julien

Am Wochenende ging es zum vorletzten Turnier vor dem Youngstercup in Lutjensee und dem Finale in Wildau. Station machte die Serie diesmal im polnischen Leszno, wo die Gastgeber mit guter Organisation, tollen Preisen und sehr renomierten Kampfrichtern punkten konnten. 

Sportlich konnte sich Ruben Lindner in der Vorrunde schadlos halten. Julien Wolf musste zwei Niederlagen einstecken. Rapael Gierig gewann ein Gefecht und Anthony Hanawa konnte in der B-Jugend leider keinen Sieg einfahren. Im anschließenden Direktausscheid verlor Anthony gleich sein erstes Gefecht gegen den Cottbuser Meutzner und schied aus. Raphael konnte sein Gefecht im 64er knapp gegen den Danziger Mozjeko mit 10:9 gewinnen. Im 32er verlor er dann gegen den Polen Kul und belegte Rang 32.

Julien Wolf musste im Direktausscheid hart kämpfen. Sein erstes Gefecht ging in den Sudden Death, wo er zum Glück das 10:9 gegen den Wroclawer Prajzner markieren konnte. Gegen den topgesetzten Lokalmatador Jan Nowak aus Leszno entwickelte sich im Achtelfinale ein spannedes Duell. Julien ging in Führung, büßte dann Vorsprung ein und Nowak kam wieder heran. Unter dem Jubel der polnischen Fans, schien sich das Gefecht zu drehen. Doch nun kam Julien auf und konnte das Duell am Ende doch deutlich mit 10:6 für sich entscheiden. Sein Viertelfinale gegen den Polen Winkoff gewann der junge Sportschüler dann wieder deutlich mit 10:4.

Ruben Lindner bewältigte die ersten KO-Gefechte klar und bekam seinen persönlichen Krimi dann im Viertelfinale. Gegen Kaspar Krawzcinsky aus Wroclaw nahmen sich beide Fechter technisch nichts und es gab wechselnde Führungen. Bei Zeitablauf stand es 9:9 und das Gefecht ging in den Sudden Death. Hier behielt Ruben die Nerven und gewann mit einer starken Einzelaktion 10:9.

Im Halbfinale kam es nun zum vereinsinternen Duell zwischen Julien Wolf und Ruben Lindner. Diesmal behielt Julien die Oberhand und konnte sich mit einem 10:3 Sieg ins Finale fechten. Als Julien dann im Finale auch noch den Danziger Tomasz Gorczyca mit 10:5 besiegte war der Jubel groß. Gold für Julien und Bronze für Ruben waren ein super Ergebnis im starken Starterfeld von Leszno.

Damit liegen die beiden Fechter vom Fechtclub Radebeul weiterhin Kopf an Kopf in der Gesamtwertung. Julien konnte zwar seinen Vorsprung etwas ausbauen, aber bis zum dreifach gewerteten Finale in Wildau, wird es spannend bleiben, wer den Gesamtsieg holen kann. „Hier in Leszno zwei Medaillen zu holen, ist ein starkes Ergebnis. Ich freue mich, dass es so geklappt hat. Ruben und Julien führen einen kleinen Konkurrenzkampf, dies beflügelt aktuell beide. Es ist schön zu sehen, dass dies aber auf faire und intelligente Art geschieht.“ freut sich Trainer Robert Peche über diesen Erfolg.

 

Siegerehrung Julien und Ruben