Patrick Wolf wird Deutscher Vizemeister



Der 13-jährige Patrick Wolf vom Fechtclub Radebeul ist Deutscher Vizemeister in der B-Jugend.

In einem dramatischen Finalgefecht gegen seinen Freund Leander Helm vom Berliner FC sah Patrick Wolf lange wie der sichere Sieger aus. Er führte bereits 8:5, verlor dann aber etwas den roten Faden im Gefecht und musste sich am Ende 8:10 geschlagen geben. Die Freude über Silber überwog aber schnell, denn mit einem solch sensationellen Ergebnis hatte keiner der mitgereisten Trainer und Eltern gerechnet. "Wir wussten schon, dass wir Potential für eine gute Platzierung haben, aber dass es der Vizemeistertitel wird, ist grandios." so Trainer Robert Peche nach dem Erfolg.

Silberglanz bei Patrick bei der Siegerehrung

Zwei fast fehlerfreie Vorrunden brachten dem Schüler des Sportgymnasium Dresden eine gute Platzierung im Direktausscheid der besten 32 Fechter. Im Achtelfinale musste Patrick dann doch in den Hoffnungslauf, weil er gegen den Tauberbischofsheimer Walter nicht bei seiner fechterischen Linie blieb und knapp verlor. Souverän focht er sich im Hoffnungslauf, gegen den Jenaer Szumodalsky, mit einem 10:2 Sieg ins Viertelfinale. Hier kam es zur Neuauflage des Gefechts gegen den Tauberbischofsheimer Walter. Diesmal blieb Patrick bei der vorgegebenen Marschroute seiner Trainer und gewann 10:7.Im Halbfinale siegte Patrick Wolf dann auch gegen den Quernheimer Justin Arndt, bevor es zum besagten Finalgefecht gegen seinen Freund Leander Helm kam. Beide kannten sich von vielen regionalen Turnieren in Ostdeutschland und lieferten sich schon einige spannende Duelle.

Als wichtigste Erfolgsfaktoren für den Gewinn der Silbermedaille, nennen seine Trainer Robert und Hubert Peche, das disziplinierte Auftreten ihres Schützlings im gesamten Turnier. "Patrick hat sich heute nicht aus der Ruhe bringen lassen, hat auch kritische Momente überwunden und damit die Basis für diesen Erfolg gelegt."

Im Damenflorett des Jahrgangs 2002 wiederholten sich die Erfolge des Jahres 2015, wo zwei Bronzemedaillen gewonnen wurden, leider nicht. Das beste Radebeuler Ergebnis erfocht sich dieses Jahr Charlotte Heinrich-Lindner, die das Turnier auf dem 16. Platz abschloss. Dicht dahinter konnte sich Isabella Lindner auf Rang 17 platzieren. Leona Vogel musste sich diesmal sogar mit Platz 36 begnügen. "Hier müssen wir analysieren, warum wir nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen konnten. Vielleicht war der Druck zu hoch, das Ergebnis von 2015 zu wiederholen, aber auch längere krankheitsbedingte Ausfälle in der Saison können die Ursache sein." so die erste Annahme von Trainer Robert Peche. 

Im Jahrgang 2003 erreichten die beiden Sportschülerinnen Cora Schaller und Hannah Sibilla die Runde der besten 32 Fechterinnen. Leider kam es schon früh zum internen Duell zwischen den beiden Radebeulerinnen. Cora Schaller hatte das bessere Ende für sich und verwies Hannah auf einen guten 31. Platz. Schaller selbst stand bei einer 9:6 Führung gegen die Stuttgarterin Hügel bereits fast sicher im Achtelfinale. Leider konnte sie die Führung nicht nach Hause bringen, verlor mit 9:10 und schloss das Turnier als 19. ab. "Cora und Hannah haben noch viel Luft nach oben. Sie müssen beide selbstbewusster werden und ihre Können noch besser abrufen. Ich bin sehr optimistisch für die nächste Saison." so das Fazit von Trainer Robert Peche. 

Im Herrenflorett des Jahrgangs 2002 setzte sich Erik Franke mit Platz 22 gut in Szene. Erst der Tauberbischofsheimer Benedict See stoppte den Radebeuler im 32er Direktausscheid. 

In den Teamentscheidungen konnten die Radebeuler Fechter diesmal keine Medaillen gewinnen. Einzig Patrick Wolf schaffte es mit dem Team Sachsen I ins Viertelfinale des Wettbewerbs. Knapp musste sich das Team hier der Mannschaft Baden-Nord II beugen und wurde 5.Platz. Alle anderen Teams schieden bereits im Achtelfinale aus.    

Ein Dank geht an die mitgereisten Trainer Gudrun Wolf und Hubert Peche, die das gesamte Team wunderbar betreut haben.

   

Bilder vom Turnier:


Bilder vom Turnier in Halle