Emilia Keller gewinnt beim Königspokal



Dritter Platz in der Vereinswertung beim Königspokal in Halle für den Fechtclub Radebeul. "Wir waren selber überrascht, dass wir bei diesem großen Turnier so weit vorne landen." kommentiert Trainer Robert Peche. Nur der SC Berlin mit angeschlossenem Bundesnachwuchsleistungszentrum und die japanische Nachwuchsnationalmannschaft lagen bei diesem ostdeutschen Ranglistenturnier, mit über 300 Startern in allen Altersklassen, vor dem Fechtclub Radebeul in der Gesamtwertung. Neben den etablierten Stützpunkten und Vereinen aus den neuen Bundesländern, waren aber auch Fechter vom Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim vor Ort.

Garant für das erfolgreiche Abschneiden waren die sehr guten Einzelergebnisse der Radebeuler Fechter. Hervorzuheben ist der Sieg von Emilia Keller im Damenflorett der A-Jugend. "Das Emi das Turnier am Ende gewinnt, war bei der starken und zahlreichen Konkurrenz nicht unbedingt zu erwarten. Sie war unglaublich gut drauf am Wochenende und hat gezeigt was sie kann." freut sich Trainer Hubert Peche. Ohne Niederlage focht sich Emilia durch die Vorrunde und legte damit den Grundstein für den Tagessieg. Im KO-System steigerte sie sich dann von Gefecht zu Gefecht. Im Viertelfinale besiegte sie die Jenaerin Lena Hubold klar mit 15:10. Auch Lokalmatador Ira Sothen aus Halle konnte Emilias Lauf im Halbfinale nicht stoppen, unterlag 15:13. Im Finale kam es dann zur Wiederauflage des Viertelfinales der Deutschen Meisterschaften 2015 gegen Ainhoa Vogel vom FC Berlin-Südwest. Mit einem Treffer hatte Emilia damals verloren und so die Einzelmedaille verpasst. Diesmal wurde es wieder spannend. Den kleinen Vorsprung von Emilia Keller egalisierte die Berlinerin kurz vor Schluss und es kam zum Sudden Death, wo der nächste Treffer entscheidet.. Die Radebeulerin zeigte Nervenstärke, holte sich den Treffer zum 14:13 und damit den Tagessieg. "Damit hat Emilia gezeigt was möglich ist und einen großen Schritt in Richtung Deutsche Meisterschaft im Juni in Immendingen gemacht." erklärt Trainer Robert Peche.

Damit ist die Liste der Erfolge aber nicht beendet. Am Samstag gewann Leona Vogel die Bronzemedaille in der B-Jugend des Jahrgangs 2002. Erst die Lübeckerin Röpke konnte Leona im Halbfinale mit 10:7 stoppen. "Hier eine Medaille zu gewinnen ist eine starke Leistung, da gibt es nichts zu rütteln." freut sich Robert Peche. Ihre Kolleginnen Isabella Lindner und Charlotte Heinrich-Lindner verpassten knapp den Einzug ins Viertelfinale.

Ebenfalls überzeugend die Leistung von Erik Franke und Cora Schaller. Beide belegten den 7.Platz in ihren Altersklassen. "in diesen Klassen dominierten die japanischen Fechter das Feld. Mit deren Schnelligkeit und technischer Brillanz sind unsere Fechter noch nicht zurechtgekommen." erklärt Trainer Robert Peche. Die japanische Delegation war bereits zum 13. Mal beim Königspokal dabei. Über die Mannschaft aus Fernost sagt der Radebeuler Trainer: "Die Kinder trainieren schon sieben Mal pro Woche, haben extra Athletiktraining und arbeiten schon wie richtige Profis. Das können wir so hier gar nicht nachmachen mit unseren Bedingungen."

Etwas Pech hatte an diesem Wochenende Patrick Wolf. Er verpasste in der A-und B-Jugend knapp das Finale der besten Acht. "Patrick hat stark gefochten, aber war taktisch noch nicht abgeklärt genug, die wichtigen Gefechte nach Hause zu bringen. Dort müssen wir weiter hart arbeiten." sagt sein Trainer Robert Peche.

Hannah Sibilla, Hannes Nowak, Vincent Doyscher und Gregor Schmitz-Hübsch zeigten ebenfalls gute Leistungen. Sie konnten sich zwar nicht ganz nach vorne fechten, bleiben aber im Rennen um die Startplätze für die Deutschen Meisterschaften. Mit den großen Turnieren in Wroclaw und Schkeuditz stehen nur noch zwei Turniere aus, wo die Plätze für die Meisterschaften vergeben werden. Dann geht es wieder nach Halle und hoffentlich gibt es auch hier wieder etwas zu feiern.