Radebeuler Fechterduo in Berlin erfolgreich



Ferienzeit in Sachsen und dennoch klingelten bei Millie und Arwen an diesem Samstag 4.30 Uhr die Wecker. Die beiden Radebeuler Fechter machten sich mit ihren Eltern auf den Weg nach Berlin zum 13. GIG Cup.

Im Damenflorett der Schüler waren  neun Fechterinnen angereist, aber die Auswahl der Berliner Fechterinnen ließ bei Millie schon vor Beginn des Turniers etwas die Hoffnung sinken. Zusammen traten sechs Fechterinnen aus Berlin, zwei Fechterinnen aus Potsdam und unsere Millie aus Radebeul an. Schon in der Vorrunde zeigte sich, dass alle Zweifel von Millie unbegründet waren. Millie gewann alle Gefechte und zog in die Finalrunde der besten Sechs ein. Auch hier gewann Millie ihr erstes Gefecht ohne nennenswerte Gegentreffer, stieß dann aber auf die erfahrene Berlinerin Celine Tim. Hier musste sie ihre erste Niederlage mit 3:2 hinnehmen, entschied jedoch alle Folgegefechte für sich. Nach Ablauf der Runde hieß es Stichkampf gegen Celine Timm vom SC Berlin. Millie gewann ihn mit einem klaren 4:1 und holte damit Gold nach Radebeul. "Millie hat im entscheidenden Moment einfach die Nerven behalten und konnte durch ihre Taktik einmal mehr unter Beweis stellen, dass es möglich ist, Gelerntes in die Tat umzusetzen",  kommentierte der Vereinsvize Enrico Borowiak.






Im Herrenflorett war die Anzahl der Starter schon etwas größer. Insgesamt 17 Fechter aus Berlin, Postdam, Oranienburg und Radebeul stellten sich zum Berliner GIG Cup ein. Bei Arwen, der bis zum Beginn des Turniers nicht wusste, dass er in einem Jahrgang höher (2001) fechten muss, begann das Turnier gleich mit einer Niederlage gegen den Berliner  Ranglistenführer Sebastian Ponce vom FC Grunewald. Arwen versuchte in den nächsten Gefechten seine Schnelligkeit auszureizen und hatte vollen Erfolg. Auf dem dritten Platz gesetzt zog Arwen in die zweite Zwischenrunde ein. Auch hier konnte er die "Älteren" mit seiner Art zu fechten beeindrucken. Er ließ nichts anbrennen und sicherte sich mit Rang Zwei einen Platz in der Runde der letzten Zehn. Arwen ließ sich von Millies Erfolgen anspornen und konnte auch in der dritten Zwischenrunde alle Gefecht für sich entscheiden. In der Finalrunde der letzten sechs Fechter standen Arwen gleich drei Berliner Ranglistenführer des Jahrgangs 2001 gegenüber. Klar und überlegen machte Arwen dennoch "sein Ding". Um Kraft zu sparen, reichen seiner Meinung nach auch Siege mit 2:0, womit er völlig recht hat, wenn man alle gewinnt. Aber auch Sebastian Ponce war wieder dabei, wir erinnern uns, dass Arwen in der Vorrunde gegen den Berliner Linkshänder keine Taktik fand, um ihn zu besiegen. Arwen mobilisierte alle Kraftreserven und konnte schließlich das Gefecht mit 4:1 für sich entscheiden. Das war bereits Gold, aber Arwen wusste da noch nicht, wie die anderen Kontrahenten gefochten hatten, da die Finalrunde auf zwei Bahnen verteilt war. Letztlich holt sich Arwen auch einen klaren fünften Sieg mit 5:1 und gewann das Turnier.

"Zwei Goldmedaillen, damit hätte ich nie im Traum gerechnet. Unsere beiden angehenden Sportschüler haben heute in Berlin eine Glanzleistung gezeigt", jubelte Enrico Borowiak.

Ein Bericht von Enrico Borowiak

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