Aktiventurnier Leipzig - Erwachsene starten in neue Saison



Am 11.09.2011 fand das erste Ranglistenturnier der noch neuen Fechtsaison 2011/12 im Herren- und Damendegen statt. Die Aktiven aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren eingeladen, sich in Position zu bringen. Letztlich kamen 20 kampfwillige Männer in die "Red Bull Arena". Wir vom Fechtclub Radebeul reisten dabei gleich mit sieben (!) Vereinskameraden an (Robert Peche, Sascha Reimer, Sören Schusser, Frank Rahde, Jens-Uwe Vogel, Stephan Lehr und Andreas Metzner). Rein rechnerisch sollten wir große Chancen haben, einen von uns unter die besten Acht (Top 3 wäre zu vermessen) zu bekommen, aber wie das Fechtleben so spielt ...

Gefochten wurde in zwei Vorrunden mit jeweils vier Gruppen á fünf Teilnehmern. Danach startete der 16er Direktausscheid auf 15 Treffer mit Hoffnungslauf. Nach der Vorrunde mussten Sascha und Andreas leider aussteigen, weil ihnen zu wenig Siege zum Weiterkommen gelangen. Robert und Frank weckten mit 6 Siegen aus 8 Gefechten zu diesem Zeitpunkt große Erwartungen. In den Direktausscheidungen verpassten die Radebeuler Fechter dann die eine oder andere Chance auf ein besseres Abschneiden. Jens-Uwe musste sich im Gefecht um den Finaleinzug dem jungen Dresdner Fechter Marcel Chromko mit 14:15 knapp beugen. Auch Frank musste sich im Hoffnungslauf gegen Marcel Chromko verabschieden, eine 14:13 Führung reichte nicht aus, am Ende verlor er mit 14:15. Ins Finale der besten Acht schaffte es nur Robert Peche. Im Viertelfinale konnte er den Leipziger Tariq Katte mit 15:13 besiegen und stand damit im Halbfinale gegen Uwe Kirschen. Leider reichten hier die Kräfte nicht aus, den Berliner niederzuringen. Am Ende wurde Robert Dritter der Gesamtwertung. Den Sieg holte sich Uwe Kirschen vor dem Leipziger Michael Spitzner.

Bei den Damen schickten wir Alexandra Rogner ins Rennen. Sie belegte zwar am Ende den 9. Platz, aber sie sah selbst mehr Licht als Schatten in ihren Gefechten und bereute die Anreise nicht. Beste Degenfechterin wurde Stephanie Romanus vor Yvonne Valz (beide FC Leipzig). Zu hoffen bleibt, dass beim nächsten Mal weitere Vereinsfechterinnen die Alexandra zum Turnier begleiten werden.

Der Wettkampf war gut organisiert in den tiefen Räumen des Fechtclub Leipzig. Einzig die Bahntechnik mutete veraltet an. Es gab vereinzelt tote Punkte auf der Metallbahn und der Signalton bei Treffern kam schon mal später als das optische Signal. Außerdem herrschte stickige Luft trotz aufgerissener Fenster, was einigen etwas zu schaffen machte. All dies störte den Ablauf und den Spaß jedoch nicht.

(Autoren: Frank Rahde, Robert Peche)

PS: Wer möchte, kann sich das komplette Halbfinalgefecht von Robert gegen Uwe Kirschen in drei Dritteln anschauen: http://www.youtube.com/user/Radost1972