Landesmeisterschaften Degen für Aktive



Zur diesjährigen Landesmeistschaft im Degen für Aktive lud der Sächsische Fechtverband und der Fechtclub Leipzig am 08.05.2011 ins Leipziger Sportforum.

Drei Damen, Synke, Katja und Cornelia, sowie die fünf Herren Sascha, Enrico, Jens-Uwe, Jakob und Frank hatten sich entschieden, für den Fechtclub Radebeul in den Kampf, um den Meistertitel zu ziehen. Trainer Robert Peche begleitete die Gruppe und focht ebenfalls beim Turnier mit. Damit stellte Radebeul einen großen Teil des insgesamt recht schmalen Teilnehmerfeldes von zehn Damen und 20 Herren.

Bester Radebeuler im Herrendegen wurde Sascha Reimer mit Platz 7. Der noch unerfahrene Dresdner glänzte mit drei Siegen in der Vorrunde. Im Direktausscheid stieß er nun auf seinen Mannschaftskollegen Frank Rahde. In einem packenden Duell konnte am Ende Sascha den Sieg mit 15:14 für sich verbuchen. Im folgenden Viertelfinale musste sich Sascha dann dem Weißwasseraner Alexander Brunne beugen. Frank Rahde wurde mit Platz 9 zweitbester Radebeuler.

Ebenfalls in den 16er Direktausscheid zog Turniernovize Jakob Gille ein. Nach dem knappen Siege gegen den Leipziger Peter Meyer, musste sich Gille gegen den späteren Zweiten Michael Spitzner aus dem Turnier verabschieden.

Jens-Uwe Vogel und Enrico Borowiak verpassten den Einzug in den 16er Direktausscheid. Jens-Uwe musste gegen Clemens Rietdorf passen und Enrico Borowiak gegen seinen Trainer Robert Peche.

Trainer Robert Peche, derzeit noch für Dresden startberechtigt bzw. verpflichtet, hatte mit einer schwachen Vorrunde begonnen. Dann rollte er überraschend das Feld von hinten auf. Nach dem Sieg über Enrico Borowiak, ließ er den Leipzigern Tariq Katte und Patrick Raue keine Chance. Im Halbfinale kam es dann zum Duell mit Alexander Brunne, wobei Peche sich noch für die Niederlage in Bautzen zu revanchieren hoffte. Das Gefecht blieb bis zum Ende des zweiten Drittels ausgeglichen. Mit Beginn des dritten Drittels patzte Brunne mehrmals und Peche gelang es einen 14:11 Vorsprung herauszuholen, und diesen letztlich 15:14 zu verteidigen. Im anschließenden Finalgefecht gegen den Leipziger Michael Spitzner gelang dann die Sensation. Peche siegte mit 15:14 und wurde neuer Landesmeister 2011.

Im Einzel der Damen mussten sich die Radebeulerinnen zunächst an die Gangart der Gegner gewönnen. Nach den Vorrunden mussten Katja Sturm und Cornelia Härtelt um den Einzug unter die besten Acht fechten, wobei Cornelia den besseren Ausgang für sich hatte. Synke Loleit musste sich gegen Sofia Kordt vom Dresdner Fechtclub beweisen. In einem taktisch sehr guten Gefecht gelang es Synke, die Dresdnerin immer wieder auf Distanz zu halten und schließlich mit 15:12 zu besiegen. Die anschließenden Viertelfinalgefechte gegen die späteren Finalistinnen Romanus und Valz verloren die beiden Radebeulerinnen dann leider. Cornelia holte den 7.Platz, Synke errang Platz 8.

Gemeinsam gingen die drei Radebeuler Damen dann als Team auf die Planche gegen Dresden, die mit Melanie Theißig, Sofia Kordt und Deborah Schmidt ebenfalls eine etwa gleichstarke Mannschaft aufzubieten hatten. Immer wieder konnten unsere Damen mit schönen Aktionen überzeugen. Der Gegner kam treffertechnisch nie recht weg und so stand es auch vor dem letzten Gefecht recht ausgeglichen. Hier fehlte den Damen dann die Wettkampferfahrung und sie mussten das Gefecht mit 42:45 verloren geben. Trotzdem eine hervorragende Bronzemedaille für unser Damenteam. Das Finale gewann dann der Fechtclub Leipzig gegen Dresden.

Die Radebeuler Herren hätten ebenfalls gern Bronze gewonnen, aber nach der Niederlage gegen Leipzig I musste dazu ein Sieg gegen Leipzig II her. Die Mannschaften waren ebenbürtig, aber die taktischen Vorteile lagen bei den erfahreneren Leipzigern. Nie gab Leipzig die Führung aus der Hand und so blieb unserem Team am Ende der undankbare 4. Rang. Sieger wurde der Dresdner Fechtclub mit dem Radebeuler Trainer Robert Peche.

"Es war schön, so viele unserer Radebeuler Fechter hier in Leipzig zu sehen. Für die erste Landesmeisterschaft stimmten Qualität und Quantität schon recht gut überein." so das Fazit von Robert Peche am Ende des Turniers